Unser Rezept der Woche: MIGA À ALENTEJANA

Brot-Omelette 

ZUTATEN
(für 4 Portionen)

  • 300 g helles Sauerteigbrot oder Maisbrot
  • 2 Zwiebeln
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 5 EL Olivenöl plus Öl zum Weiterverarbeiten
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • Chili nach Geschmack
  • Salz
  • ca. 300–450 ml kräftige
  • Fleischbrühe (wahlweise Gemüsebrühe)
  • 3 Eier (M)
  • 4 Zweige glatte Petersilie
  • ½ Bund Koriander

 

Was sind Migas und wie bereitet man sie zu?

Ein herrliches „Restessen“ aus dem Alentejo: Migas (Brotkrumen), Brot vom Vortag, das mit Brühe, Zwiebeln und Knoblauch zunächst zu Brei gekocht und dann in der Pfanne zum „Omelette“ gebraten wird, serviert mit frischem Koriander. Den „Semmelknödel“ aus dem Alentejo aß ich erstmals im Städtchen Porto Covo zusammen mit einem kalten Bier und einem Teller Caracóis, kleinen Schnecken in Knoblauchsud. Klasse! Brot im Mixer grob zerhacken. Zwiebeln und Knoblauchzehen pellen und fein würfeln. Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin weich schmoren. Brot zugeben, mit Paprikapulver und einem Hauch Chili bestäuben und unterrühren, mit Salz würzen. Jetzt etwas von der Brühe zugeben, die Menge ist abhängig vom verwendeten Brot, in der Pfanne sollte das Brot aber unter Rühren in wenigen Minuten geweicht und zu einem teigartigen, etwas festeren und formbaren Brei werden.

Diesen durch Zugaben von noch etwas Olivenöl direkt in der Pfanne als ganzen Laib leicht anbraten und als Beilage servieren (im Alentejo gerne zu Rippchen oder Grillfleisch). Oder für thekentaugliche Migas den Brei in eine Schüssel geben, nacheinander die Eier rasch unterrühren und den Brei in einer geölten Auflaufform glatt streichen. Im heißen Ofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene 15–20 Minuten backen. Herausnehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Petersilie und Koriander hacken und über die Migas streuen. Warm oder kalt in Stücke geschnitten servieren.

  • Dazu passt gekühlter weißer Port oder ein Vinho Verde.
  • Alkoholfrei schmeckt gekühlter heller Traubensaft, der mit etwas frischer Minze und Bio-Orangenschale aromatisiert wurde.
SAÚDE!

Stevan Paul 

Musik: Orelha Negra ist eine Band aus Lissabon, die portugiesische und lateinamerikanische Klänge sampelt und mit Electronic, Funk, Soul und Hip-Hop verwebt. Reinhören: ihr Debüt „Orelha Negra“ (2010)!

Blaue Stunde

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