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Buchpremiere "Böse Briefe" von Ernst Strouhal & Christoph Winder

„Es ist erstaunlich, dass „Sex & Crime“ unsere Gesellschaft schon so lange beschäftigen“, konstatierte die Moderatorin des Abends, Clarissa Stadler, bei der Buchpremiere der „Bösen Briefe. Eine Geschichte des Drohens und Erpressens“ (Brandstätter Verlag) von Ernst Strouhal und Christoph Winder im Aktsaal der Universität für angewandte Kunst. Verlagsleiterin Elisabeth Stein begrüßte freudig das neue Wiener Ermittler-Duo: „Kaltblütig und unerschrocken sind sie hinabgestiegen in die Kältekammern der Briefkultur, und mit besonderem Gespür für das Lächerliche im Bösen haben sie echte Perlen der Komik zutage gefördert. Sie haben nicht nur die kranken Gehirne der Täter erforscht, sondern sie erklären auch die Methoden von deren Gegenspielern, den Kriminalisten.“


Der Rektor der Angewandten, Gerald Bast, zeigte sich von dem Ergebnis der Recherchen der Autoren beeindruckt: „Ich kenne wenige, die so viel publizieren, und so viel gelesen werden!“ Das Buch sei nicht nur eine wertvolle Aufarbeitung der Historie des Drohens, sondern rege auch zur Auseinandersetzung damit an, was in unserer heutigen Zeit – vor allem online – an Schmähungen passiert. Für Autor Ernst Strouhal ist das Doppelspiel von Raffinesse und Dreistigkeit besonders spannend: „Die Briefe faszinieren durch das Böse, aber in ihrer Brutalität verstören sie auch.“ Christoph Winder freut sich über Sprache: „Oft haben wir es mit einer Kombination aus mephistophelischer Häme und Freundlichkeit oder Geschäftsmäßigkeit zu tun.“ Schön seien auch die schnell gelösten Fälle, wenn der Erpresser die eigene Kontonummer für die Überweisung des Geldes angibt. Tatsächlich ist den Autoren ein ebenso aufregender wie amüsanter Streifzug durch die Kriminalgeschichte als Kulturgeschichte gelungen.

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Foto oben (links nach rechts): Elisabeth Stein, die Autoren Ernst Strouhal und Christoph Winder, Gerald Bast, Clarissa Stadler

Copyright Fotos: Manfred Weis

Ernst Strouhal; Christoph Winder, Böse Briefe

Böse Briefe