Mit Fasten zu mehr Köpfchen

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Die Fastenzeit ist alljährlich der Höhepunkt des Verzichts. Wer fastet, dürfte allerdings nicht nur seinem Körper allgemein damit etwas Gutes tun, sondern besonders dem Gehirn. Neurowissenschaftlerin Dr. Manuela Macedonia erklärt, warum.

Ganz ohne Forschungslabor wusste bereits der Arzt und Philosoph Paracelsus: “Fasten ist das größte Heilmittel”. Aber liefert uns die moderne Wissenschaft auch Belege für diese These?

Fest steht: Fasten ist in den letzten Jahren sehr populär geworden, und jene, die es geschafft haben, schwärmen nicht nur von den Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Obwohl die Forschungslandschaft diesbezüglich nicht üppig ist, gibt es interessante Hinweise auf die Effekte von Intervallfasten auf die Neurogenese, also die „Entstehung neuer Neuronen“, das heißt neuer Nervenzellen. Sie kann tatsächlich durch Verzicht auf das Essen angeregt werden.

Was bewirkt das Fasten genau?

Fasten ist ein Jungbrunnen für alle Zellen im Körper. Es hat antioxidative Wirkung. Die Mitochondrien, sozusagen die Kraftzentralen der Zelle, die mit der Zeit verschleißen und zur Veränderung der Zelle – zu ihrer Oxidation – führen, erholen sich während des Fastens. Danach funktioniert die Zelle besser, so wie ein Auto nach einem Jahresservice.

Fasten Sie persönlich?

Ich faste auf meine Weise am Wochenende, wenn ich skifahren gehe, und das ist derzeit nahezu jedes Wochenende. Ich frühstücke eine einzige dünne Scheibe Brot, Ei, Rohgemüse, Käse, und Obst. Habe ich eine Küche zur Verfügung, mache ich mir mein Müsli (Anmerkung: Das Rezept dazu findet sich im Buch “Runter vom Sofa“). Alles in kleinen Mengen, ich esse mehr mit den Sinnen als mit dem Magen. Dann ist Schluss mit Nahrungsaufnahme bis 18:30, 19 Uhr. Beim Skifahren bin ich mit dem Sport so beschäftigt, dass ich nicht ans Essen denke. Ich habe allerdings nicht abrupt mit diesen langen Pausen angefangen.

Wann ist Sündigen erlaubt?

Am Abend genieße ich dafür das, was mir schmeckt, immer natürlich auch mit viel Gemüse und ja, auch einem guten Bierchen in Ehren! So habe ich das Gefühl, dass ich auf nichts verzichte. Ich will keine Essensneurose entwickeln. Zugegebenermaßen schaffe ich das nicht, wenn ich am Schreibtisch arbeite und es gibt auch den Tag, an dem ich einen guten Apfelstrudel und einen Kaffee in der Skihütte genieße. Alles mit Maß und ohne, dass es zum Dogma wird.

Du willst mehr zum Thema wissen? Im dazugehörigen BuchRunter vom Sofa!finden sich viele Tipps und Tricks, wie wir unsere Komfortzone verlassen und in die Gänge kommen. Seit Jahresbeginn motiviert Dr. Macedonia mit ihrer 365-Tage-Challenge #runtervomsofa auf Instagram und Facebook, den inneren Schweinehund zu bekämpfen und regelmäßige, richtige Bewegung in den Alltag zu integrieren. Jede und jeder ist eingeladen, mitzumachen!

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