Michael Fleischhacker

Die Zeitung

Ein Nachruf

Das Ende einer Ära
Die Biografie der Zeitung von ihren Anfängen bis zu ihrem Ableben
Eine geistreiche Analyse aus der Sicht eines Insiders
Thesen für die Zukunft einer ganzen Branche

ISBN 978-3-85033-655-0

Format: 13,5 x 21 cm
208 Seiten Hardcover mit Schutzumschlag

Schmökern in

€ 9,90

Ebook

€ 15,99

Inhalt

Das Gerücht, dass die Zeitung gestorben sei, hält sich hartnäckig. „The Economist“ veröffentlichte die Todesnachricht bereits am 24. August 2006: „Who killed the Newspaper?“ fragte das renommierteste Nachrichtenmagazin der Welt auf der Titelseite.
Eine Finanz- und Wirtschaftskrise später lebt sie immer noch. Aber es sind Untote, die den Markt bevölkern. Die großen Flaggschiffe der Gutenberg-Welt machen schon lange keine Gewinne mehr. Entweder verzehren sie das Vermögen ihrer ­Eigentümer-Stiftungen, oder sie werden zum Spielzeug russischer Oligarchen.
Das Ende der Gutenberg-Galaxis ist unabwendbar, auch wenn sich die Zeitungsverleger noch mit Mark Twains berühmtem Diktum trösten, wonach die Nachrichten von seinem Tod stark übertrieben seien.
Tageszeitungen verfügen über kein valides Geschäftsmodell mehr. Und sie werden keines finden, so lange ihre Eigentümer den absurden Versuch unternehmen, im Netz so weiterzumachen, wie sie es auf Papier gelernt haben. Das Prinzip Zeitung kann nur weiterleben, wenn die Medienunternehmer aufhören, sich an die gedruckte Tageszeitung zu klammern. Ihr Versuch, sie nach den Regeln des skalenorientierten Industriekapitalismus am Leben zu erhalten, wird ihren Tod nur beschleunigen.
Nach der Zeitung ist vor der Zeitung. Die Rede von der „Gutenberg-Parenthese“ macht das deutlich. Was jetzt kommt, war schon da, bevor der Siegeszug des gedruckten Wortes begann: Das vielstimmige Gespräch von Menschen, die Interessantes zu erzählen haben, auf dem digitalen Marktplatz.

Michael FleischhackerAutor

Michael Fleischhacker, geb. 1969, ist Journalist, bis Oktober 2012 war er Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, zuvor hatte er in den Redaktionen des „Standard“ und der „Kleinen Zeitung“ ­gearbeitet. Zu seinen Publikationen zählen u.a. ­Politikerbeschimpfung. Das Ende der 2. Republik (2008).

Presse

Schon als Michael Fleischhacker noch Chefredakteur der 'Presse' war, verstand er es auf das Allertreffendste, sich selbst ins Gespräch zu bringen. Weshalb seine These, dass der Journalismus der Zukunft nichts anderes bedeute, als im Gespräch zu sein, logisch ist. Und sein Buch unterhaltsam und lesenswert macht.

Wiener

Das Internet, sinkende Auflagen - es gibt viele Gründe, der Zeitung die Sterbeurkunde auszustellen. Michael Fleischhacker weiß, wovon er schreibt: Der Österreicher war bis 2012 Chefredakteur von 'Die Presse'. Seine Gedanken hat er in dem provokanten Buch 'Die Zeitung. Ein Nachruf' formuliert, das letztlich doch optimistischer ausfällt, als es der Titel verspricht.

Märkische Oderzeitung

‚Print ist tot!‘ lautet schon seit Jahren die Losung. Der Medienmensch und Ex-Chefredakteur der ‚Presse‘, Michael Fleischhacker, sieht das auch so und verfasste einen Nachruf auf die Tageszeitungen. Fleischhacker, der sich in der Rolle des konservativen Provokateurs sehr gefällt, analysiert die Printbranche und wagt einen Blick in die Zukunft. Was, wenn sich letztlich nur das Trägermedium ändert, die große Idee ‚Tageszeitung‘ aber besteht? Fleischhacker modelliert eine Bestandsaufnahme aus historischem Background und Zukunftsvisionen.

Format

Sein Buch ist eine glänzend geschriebene „kleine“ Geschichte der Zeitung mit anregenden Ausblicken auf die digitalen Massenmedien der Gegenwart und der Zukunft. Auch die medientheoretischen Überlegungen bleiben jederzeit nachvollziehbar. Michael Fleischacker stimmt eine Art fröhlichen Abgesang auf die gedruckte Zeitung an, ohne ihre Bedeutung vor allem für die moderne Demokratiegeschichte geringzuschätzen. Als Einführungsbuch zur Geschichte des Zeitungswesens unbedingt empfehlenswert.

Deutschlandfunk