Franz Pichorner Christian Hölzl

Brauchen wir Museen?

Vom Aufbruch einer Institution

Das Museum der Zukunft
Visionen führender Museumsverantwortlicher Europas
Vom Aufbruch und Wandel unserer Gedächtnisspeicher

ISBN978-3-85033-840-0

Format13,5 x 21 cm Seiten256 EinbandHardcover mit Schutzumschlag

Erscheinungstermin

August 2014

€ 19,95

Inhalt

Das Museum ist seit jeher der Ort, wo das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft gebündelt aufbewahrt, wissenschaftlich erforscht und schließlich für die Nutzung durch die Allgemeinheit zur Verfügung gehalten wird. Das Museum ist nicht Selbstzweck für eine ausgewählte Gruppe privilegierter Personen, sondern umfassender gesellschaftspolitischer Auftrag. Vor dem Hintergrund einer wirtschaftsorientierten Erlebnisindustrie und ihrer Konkurrenzen haben sich die Museen heute radikal und fundamental neu zu positionieren. Die Institution "Museum" zu öffnen und möglichst breite Besucherschichten anzusprechen, ist heute das erklärte Ziel vieler Museumsverantwortlicher. Museen sind nicht mehr nur Erinnerungsorte, sondern vielmehr Lernorte für die Gesellschaft und entfalten ihre Sinnhaftigkeit letzlich erst durch ihre permanente Einbindung in einen allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs.
Visionäre Museumsleiter großer europäischer Häuser - vom Kunsthistorischen Museum, der Albertina, dem MAK und dem Belvedere bis zu internationalen Institutionen in Berlin, Frankfurt, Amsterdam, Zürich und Budapest diskutieren in diesem Buch den Paradigmenwechsel der Museen in den letzten Jahrzehnten und geben Einblick, wie der Museumsbetrieb der Zukunft aussehen wird.

Mit Beiträgen von László Baám, Christoph Becker, Erhard Busek, Max Hollein, Agnes Husslein-Arco, Peter Noever, Klaus Albrecht Schröder, Miguel Zugaza Miranda u.a.

Franz PichornerHg.

Geb. 1960 in Villach, Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik; 1987 - 1995 Forschungsassistent an der Universität Wien, 1995 - 1998 Büro EU-Kommisar Franz Fischler; seit 1998 in der Generaldirektion des Kunsthistorischen Museums Wien als Generalsekträter, Direktor des Archivs und seit 2010 Stellvertreter der Generaldirektion. Zahlreiche Publikationen.

Christian HölzlHg.

Geb. in Linz, Studium der Ägyptologie und der Klassischen Archäologie; 1987 Universitätsassistent am Institut für Ägyptologie der Universität Wien; 1988 - 1991 Fellowship und Research Associate am Egyptian Department des Metropolitan Museum in New York; seit Anfang 1992 Leiter der Abteilung Ausstellungmanagement am Kunsthistorischen Museum Wien.